Es gehört wohl zu der unangenehmsten Situation für Männer, wenn es um Intimität und Zärtlichkeit geht: keine Erektion im falschen Moment. Über ein Drittel aller Männer leidet in irgendeiner Form an wiederkehrenden Erektionsstörungen und das, obwohl die Lust auf Sex in keiner Weise verflogen ist. Sexuelle Lustlosigkeit entsteht in den meisten Fällen erst danach, um etwaigen Peinlichkeiten im Bett beim Geschlechtsverkehr zu entgehen. Wie kann man in solchen Situationen seine Potenz grundlegend steigern und welche Techniken erzielen die besten Ergebnisse? Wir wollen drei gängige Methoden unter die Lupe nehmen.

  • Kegel-Übungen
  • Potenzmittel
  • Mechanische Hilfsmittel

Muskelstärkung durch Kegel-Übungen

Kegel-Übungen zielen darauf ab, den Muskel am Beckenboden zu trainieren. Dieser befindet sich direkt im Schritt hinter dem Hoden. Er ist unter anderem für die Zufuhr von Blut in den Schwellkörper als auch für den Samenerguss beim Orgasmus zuständig.

Männer brauchen nur wenige Minuten pro Tag mit Kegel-Übungen zu verbringen, um den Beckenbodenmuskel stärken zu können, damit bereits nach einigen Wochen eine bessere Kontrolle bei Erektionen und Samenergüssen erreicht wird. Das Training selbst gestaltet sich ebenfalls denkbar einfach. Durch wiederholtes Anspannen des Beckenbodenmuskels in mehreren Durchgängen über den Tag hinweg verteilt trainiert man so den Muskel, der sich relativ tief im Inneren des Körpers befindet.

Selbstverständlich sind Kegel-Übungen kein Allheilmittel und die Gründe für Impotenz könnten vielfältiger nicht sein. Im Allgemeinen trägt ein Training des Beckenbodenmuskels jedoch zu einer Verbesserung der Potenz bei. Ein angenehmer Nebeneffekt für ältere Menschen ist die Tatsache, dass ein stärkerer Beckenbodenmuskel auch der Inkontinenz vorbeugt.

Potenzmittel als Dauerbrenner

Jeder kennt es, aber nicht jeder hat es schon einmal selbst probiert. Die Rede ist vom absoluten Klassiker: Viagra, oder natürlich auch diverse Konkurrenzprodukte, wie beispielsweise Cialis. Viagra existiert seit 1998 und eigentlich wurde es ganz zufällig entdeckt. Sein Siegeszug gegen Potenzprobleme ist seitdem ungebrochen.

Viagra enthält den Wirkstoff Sildenafil, welcher zur Gruppe der PDE-5-Hemmer gehört und der den Blutfluss in den Penis sicherstellt, während gleichzeitig der Abfluss von Blut reduziert wird. Die Folge davon ist eine solide Erektion über einen längeren Zeitraum hinweg. Cialis hebt sich dadurch hervor, dass die Wirkungsdauer bis zu 36 Stunden anhält, während Viagra im Gegensatz dazu lediglich ein paar Stunden wirkt. Ebenso werden diese beiden Potenzmittel in unterschiedliche Dosierungen verabreicht. Die Wirkstoffe ähneln sich zwar, da sie beide zur Gruppe der PDE-5-Hemmer gehören, unterscheiden sich jedoch in ihrer Wirkungskraft.

Wichtig zu bemerken ist hierbei, dass man Viagra ungefähr eine halbe Stunde bis Stunde vor dem geplanten Geschlechtsverkehr einnehmen und es in der richtigen Dosierung verabreichen muss, um Problemen vorzubeugen. In weiterer Folge sind derartige medizinische Potenzmittel zwar dafür zuständig, dass der Penis mit ausreichend Blut für eine Erektion versorgt wird, nicht aber für die Steigerung der sexuellen Lust an sich. Eine Erektion tritt also normalerweise nur bei entsprechender Erregung und Lust auf Sex auf. Wem der Libido-Verlust zu schaffen macht, der wird auf andere Mittel zurückgreifen müssen.

Die Einnahme von Viagra und anderen medizinischen Potenzmitteln muss auf jeden Fall mit einem Arzt abgeklärt werden, um gesundheitlichen Komplikationen vorzubeugen.

Mechanische Hilfsmittel als letzter Ausweg

In manchen Fällen, in denen der Schwäche der Potenz eine schwerwiegende Erkrankung oder die Schädigung des Nervensystems zu Grunde liegt, bleiben nur noch mechanische Hilfsmittel übrig, um die eigene Potenz verbessern zu können. Von Penisringen, die mehr Blut im Schwellkörper halten über Vakuumpumpen, mit denen man Blut in den Penis pressen kann, bis hin zu Prothesen, die mittels Operation in den Penis implantiert werden, um der erektilen Dysfunktion entgegenzuwirken, bietet sich eine Vielzahl an verschiedenen Optionen.

Für welche Option man sich letztendlich entscheidet, hängt von vielen Faktoren ab, die sowohl körperlicher, als auch psychischer Natur sind. Doch gibt es eine Vielzahl an Lösungsmöglichkeiten, sodass man die Hoffnung auf ein befriedigendes Sexualleben keineswegs aufgeben sollte.