Kurzer und langweiliger Sex, bei denen der Mann viel zu früh kommt. Eine große Anzahl an Frauen in Beziehungen muss mit diesem Problem umgehen. Er ist schon lange fertig, während sie erst richtig erregt wird. Da wird das gemeinsame Abenteuer im Bett schnell zu einer riesigen Enttäuschung. Viele Männer kämpfen mit verfrühtem Samenerguss, Potenzstörungen und zu kurzem Durchhaltevermögen. In ein paar Minuten kann man bei Frau eben nicht die Welt erobern.

Während unterschiedliche Hilfsmittel am Markt verfügbar sind, die allesamt versprechen die perfekte Lösung zu bringen, so sollte man nicht gleich pauschal zu Medikamenten oder anderen Wundermitteln greifen. In der Tat kann man die Ausdauer beim Sex schon mit ganz einfachen und unkomplizierten Methoden verbessern, wie beispielsweise die Änderung der Sexstellung.

Stellungen und ihre Wirkung

Jede Stellung verfügt über andere Eigenschaften, die sich beim Sex in unterschiedlicher Weise auf den Geschlechtsakt auswirken. Sie ermöglichen beispielsweise:

  • Wechsel der Dominanz
  • Kontrolle des Tempos
  • Mehr oder weniger körperliche Anstrengung

Besonders erwähnenswert ist hier die so genannte Lotus-Stellung. Beide Partner sitzen sich gegenüber, während der Mann ähnlich wie beim Schneidersitz dasitzt. Frau setzt sich auf seinen Schoß, spreizt dabei ihre Beine wie ein Schmetterling und umschlingt seinen Rücken. Der Mann dringt in dieser Position in sie ein. In dieser Position kann man sich vollkommen auf den Partner konzentrieren und den Geschlechtsverkehr langsam und ohne Druck genießen. Sowohl die Frau, als auch der Mann können eine dominante Rolle einnehmen und das Tempo bestimmen.

Andere Positionen, in denen der Mann das Tempo bestimmen kann, aber die Zärtlichkeit trotzdem im Vordergrund steht, tragen ebenfalls dazu bei, dass er im Bett länger durchhalten kann. Beim Übernehmen der Kontrolle kann er seine Stoßtechnik abwechseln. Grundsätzlich gilt, dass tiefe, aber langsamere Stöße die Ejakulation verzögern, während kurze und schnelle, eher monoton wirkende Stöße den Höhepunkt bei ihm schneller hervorrufen werden. Es ist ratsam, dass Männer primär das Tempo übernehmen, wenn sie mit Potenzproblemen und frühzeitigem Samenerguss zu kämpfen haben, um bei Bedarf durch eine Änderung des Tempos und Bewegung den Samenerguss hinauszögern zu können.

Anstrengende Positionen sind für ihn hingegen eher zu vermeiden. Beispielsweise kann die Missionarsstellung Männern sehr viel an Ausdauer abverlangen, da sich der Mann über einen längeren Zeitraum mit den Armen abstützen muss, während er zeitgleich mit den Hüften arbeitet. Das wirkt wie Gift für die Entspannung, wenn man mit schwächelnder Ausdauer im Bett kämpfen muss.

Wer im Allgemeinen mit Ausdauerproblemen im Bett konfrontiert ist, sollte sich aber auch die Frage stellen, ob der eigene Lebensstil nicht einen negativen Beitrag zur Situation leistet.

Mit einem besseren Lebensstil die Dauer der Erektion verbessern

Vor allem Alkoholkonsum und Nikotin können sich besonders negativ auf den Körper und die sexuelle Ausdauer auswirken. Gerade beim Alkohol wirkt dies im ersten Moment seltsam, da man im Rausch ein erhöhtes sexuelles Verlangen verspürt. Doch im Inneren des Körpers sieht die Sache ganz anders aus. Besonders dann, wenn man es gewohnt ist, Sex im alkoholisierten Zustand zu haben, kann die Ausdauer regelrecht einbrechen, wenn man nüchtern ist.

Nikotin stellt seinerseits ebenfalls ein enormes Risiko für erektile Dysfunktion, also Potenzstörungen, dar. Laut Studien erhöht das Rauchen die Gefahr von Komplikationen um über zwei Drittel im Gegensatz zu Nichtrauchern. Grund hierfür ist die Schädigung und Verstopfung der Gefäße, die den Blutfluss negativ beeinträchtigt.

Der Griff zu Potenzmitteln scheint eine einfache Lösung, doch handelt es sich hierbei um Medikamente, die nicht immer notwendig sind. Mit einer gesünderen Lebensweise und den richtigen Stellungen kann man den Samenerguss beim Mann hinauszögern und ihr und ihm genug Zeit gewähren, um sich beim gemeinsamen Sex richtig entfalten zu können.