Das Liebesleben ist so individuell wie die Menschen selbst. Es wird von verschiedenen Hormonen gesteuert und ist oft ein hochsensibles Thema. Sowohl körperliche als auch seelische Befindlichkeiten haben enorme Auswirkungen auf das Liebesspiel. Klappt es im Bett nicht richtig, sind damit oft große Schamgefühle verbunden. Immerhin setzen Männer schon seit Urzeiten Sexualität mit Stärke und Vitalität gleich. Kaum einer möchte zugeben, dass es gerade in diesem Bereich Probleme gibt. Unter Potenzstörungen verstehen viele, dass es zu keiner befriedigenden Erektion kommt. Doch manchmal erfolgt auch gar keine Ejakulation, was für die meisten Betroffenen sehr irritierend ist.

Hintergründe zum Samenerguss

Beim Samenerguss kommt es zu einer Abgabe von Samen und Sekret, die durch die Kontraktion der Muskeln am Samenleiter verursacht wird. Durch diese Bewegungen der Muskeln an den Wänden der Samenleiter wird der Samen zur Harnsamenröhre befördert. Zur gleichen Zeit schüttet die Prostata ein Sekret aus, das Proteine enthält. Durch diese Flüssigkeit bleiben die Samen auf ihrem Weg durch das saure Milieu der Scheide überlebensfähig. An der Produktion der Flüssigkeit sind mehrere Organe und Drüsen beteiligt. Hier eine interessante Aufstellung über die Herkunft der Bestandteile:

  • Hoden und Nebenhoden produzieren nur rund 5 Prozent des Gesamtejakulats
  • Aus der Prostata stammen rund 10 bis 30 Prozent
  • Die Cowperschen Drüsen tragen 2 bis 5 Prozent bei
  • Mit 45 bis 80 Prozent stammt der Hauptteil aus den Samenbläschen

Die Kontraktion der Muskeln geht sehr schnell vonstatten. In Intervallen von nicht einmal einer Sekunde wird die Flüssigkeit in ein bis fünf Stößen entleert. In den ungefähr fünf Millilitern, die ein durchschnittliches Ejakulat enthält, sind rund 500 Millionen Samenzellen enthalten. Doch nur etwa 100 gelingt es, ihren Weg durch den weiblichen Körper bis hin zur Gebärmutter fortzusetzen. Bei manchen Männern kommt es trotz Erregung zu keinem Samenerguss im Zuge des Geschlechtsverkehrs.

Kein Samenerguss beim Sex - mögliche Ursachen

Wenn der Samenerguss beim Sex ausbleibt, sind Betroffene in vielen Fällen besorgt. Immerhin gehört eine Ejakulation zum normalen Liebesleben dazu. Besonders heikel ist die Situation, wenn ein Kinderwunsch vorliegt. Dann kann das Problem sogar eine Beziehungskrise auslösen, wenn man nicht rechtzeitig die Ursachen dafür klärt. Häufig sind Männer vom Ausbleiben der Ejakulation betroffen, wenn sie sich einer Prostataoperation unterziehen mussten. Dabei sprechen Mediziner von einer retrograden Ejakulation. Der Hintergrund dafür ist, dass viele Prostataoperationen heute durch die Harnröhre durchgeführt werden. Bei diesem Eingriff kommt es zu weniger Nebenwirkungen als bei einem Bauchschnitt, der Betroffene oft länger beschäftigt. Immerhin werden bei einem größeren Bauchschnitt ganze Muskelpartien durchtrennt. Bei einer Prostataoperation durch die Harnröhre hingegen kann der innere Schließmuskel beschädigt werden. Mit der Prostata werden darüber hinaus auch die Samenblasen entfernt. Somit bleibt nur eine geringe Menge des Sekrets erhalten, das von kleineren Drüsen erzeugt wird. Das Lustempfinden nach einer Prostataoperation kann aber genauso groß sein wie vorher – wenn man sich damit abfindet, dass kein Samenerguss mehr stattfindet. Außer einer Tumorerkrankung der Prostata mit daraus resultierender Operation können jedoch auch noch andere Faktoren dafür verantwortlich sein, dass es zu keinem Samenerguss mehr kommt. Unter einer totalen Anejakulation verstehen Mediziner das völlige Ausbleiben der Ejakulation. Schuld daran ist meistens eine Verstopfung der Samenwege, für die es unterschiedliche Ursachen gibt. Meistens werden zwar ausreichend Samen gebildet, allerdings ist der Transport gestört. Oft kommt es im Zuge einer Störung der Nebenhodenfunktion zu diesem Phänomen. Manchmal kann jedoch auch der Samenleiter im Zuge einer Leistenoperation ungewollt beschädigt werden. Eine weitere Ursache ist in unerkannten Infektionen wie Chlamydien zu finden. Wenn es beim Geschlechtsverkehr zu keinem Samenerguss mehr kommt, sollte man so rasch wie möglich einen Urologen aufsuchen. Verschlossene Samenwege werden in der Regel mikrochirurgisch geöffnet. Dann ist wieder ein ganz normales Liebesleben möglich.

Tipps aus der Natur für ein erfülltes Liebesleben

Das Liebesleben hat einen enormen Effekt auf das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität. Daher sollte man bei Beschwerden wie dem Ausbleiben des Samenergusses rasch Hilfe suchen. Doch nicht nur das Fehlen einer Ejakulation beschäftigt Männer. Auch sie sind in bestimmten Lebensphasen von einem Libidoverlust betroffen. Rund 15 Prozent aller Männer sehen sich mit diesem Problem konfrontiert. Für sie lohnt es sich, Nahrungsergänzungsmittel auszuprobieren, die für ein erfülltes Liebesleben sorgen. Bei Problemen vielfältiger Art haben sich unter anderem die Aminosäuren Arginin und Lysin bewährt. Arginin als Vorstufe von Stickoxid ist für die Entspannung der Blutgefäße verantwortlich. Außerdem fördert die Aminosäure die Durchblutung und wirkt somit unter anderem auch auf die Schwellkörper des Penis. Gefäßerweiternd wirkt auch L-Citrullin, welches im Nahrungsergänzungsmittel Viarax enthalten ist. Aminosäuren helfen auch dabei, dass Nährstoffe schneller dorthin kommen, wo sie gebraucht werden. Eine positive Wirkung auf das Liebesleben erzielt auch Maca. Das Superfood kommt aus den südamerikanischen Anden und ist dort schon seit Jahrtausenden als natürliches Aphrodisiakum bekannt. Viele Mittel aus der Natur helfen also bei Problemen im Liebesleben.