Sexualität und der Erfolgsdruck im Bett seine Leistung zu erbringen ist für Männer ohnehin schon ein kompliziertes Thema. Viele Faktoren spielen hier zusammen, sowohl psychologische, als auch körperliche. Doch besonders kritisch wird es für Menschen mit chronischen Krankheiten, die mit der Durchblutung zu tun haben. Diabetes ist eine dieser Erkrankungen, die den Körper einschränken und das Sexualleben massiv beeinträchtigen können. Doch warum genau sind gerade Diabetiker von Potenzproblemen betroffen und welche Lösungen bieten sich an, um der Sache trotz Zuckerkrankheit wieder Herr zu werden?

Ursachen von Potenzproblemen bei Diabetikern

Diabetes trifft es im negativen Sinne genau ins Schwarze, wenn man die körperlichen Ursachen für Potenzstörungen ein wenig näher unter die Lupe nimmt. Bei einer Erektion wird schnell viel Blut in das Glied gepumpt, bis es steif wird. Zur gleichen Zeit wird der Abfluss des Blutes im Penis verhindert, damit die Erektion über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden kann. Diabetes schädigt hingegen direkt die Blutgefäße und Nerven in einer Weise, die den üblichen Prozess der Erektion durch die Blutversorgung im Glied beeinträchtigen kann.

Meistens geht Diabetes auch mit Übergewicht und Bluthochdruck einher, was einen weiteren Faktor bei der Schädigung der Blutgefäße darstellt. Im schlimmsten Fall ist Impotenz die Folge.

Laut Studien leiden über zwei Drittel an männlichen Diabetikern an Potenzproblemen hervorgerufen durch die Folgen der Zuckerkrankheit. Im schlimmsten Fall können auch andere Sexualstörungen hinzukommen, was unter anderem die Unfruchtbarkeit als Resultat hat. Aber wie kann man dagegen als zuckerkranker Mensch vorgehen?

Welche Behandlungsmöglichlkeiten bieten sich für Männer an?

Zunächst muss man bei einer ärztlichen Untersuchung die Ausgangslage durch eine fundierte Diagnose ermitteln. Außerdem nimmt man üblicherweise bei Diabetes noch andere Medikamente zu sich, auf die bei einer möglichen Therapie gegen Potenzstörungen nicht vergessen werden dürfen. Mögliche Routen zur Verbesserung der Situation sind:

  • Viagra und verwandte PDE-5-Hemmer
  • SKAT oder MUSE Therapie
  • Vakuumpumpe
  • Gewichtsverlust

Viagra bzw. das verwandte Cialis sind sicherlich die bekanntesten Vertreter von Potenzmitteln, die seit 1998 Männern wieder zu dauerhaften Erektionen verhelfen konnten. Grundsätzlich ist die Einnahme von Viagra bei Diabetes zur Potenzsteigerung nicht tabu. Man muss jedoch unbedingt zusammen mit seinem Arzt feststellen, ob andere Medikamente mit Viagra in Konflikt geraten und gesundheitliche Probleme mit sich bringen könnten.

Viel unkomplizierter sind hingegen die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) sowie eine Methode, bei der ein Harnröhrenstäbchen in die Harnröhre eingeführt wird (MUSE). Ein Wirkstoff wird hier entweder mit einer einfachen Injektion direkt in den Schwellkörper oder mittels eines kleinen Stiftes ins Innere des Gliedes gebracht. Dieser Wirkstoff sorgt dafür, dass der Muskel schlaff wird und Blut über die Blutgefäße in den Penis fließen kann.

Auch das Herbeiführen einer Erektion mit einer Vakuumpumpe ist möglich. Vor dem Sex wird ein Zylinder über den Penis gestülpt und in weiterer Folge Blut durch die Pumpe mechanisch in das Glied gepumpt, um so das Glied zu versteifen.

Vor allem bei Übergewicht darf man sich aber selbst auch nicht aus der Pflicht nehmen. Fettleibigkeit hat einen direkten Einfluss auf die Durchblutung und sie kann in Eigenregie ohne der Einnahme von Medikamenten oder Hilfsmitteln bekämpft werden. Viel Aktivität und eine gesunde Ernährung tragen dazu bei, dass man abnehmen und dadurch den Blutdruck massiv verringern kann, was sich in weiterer Folge positiv auf die Potenz auswirkt.

Diabetes kann die Lust am Geschlechtsverkehr massiv beeinträchtigen und neben der Reduktion der Potenzfähigkeit des Mannes auch psychologische Probleme mit sich bringen. Nach Absprache mit dem Arzt lassen sich jedoch verschiedene Wege einschlagen, um trotz Zuckerkrankheit auch weiterhin Erektionen zu haben und Sex auch mit fortschreitendem Alter und chronischer Krankheit genießen zu können.